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Ertrag
     
 



Unsere Photovoltaikanlage ist am 11. April 2005 ans öffentliche Netz gegangen. Damit sind wir zu "Kraftwerksbetreibern" geworden (wenn auch in bescheidenem Umfang). Immer wenn die Sonne scheint, kommt ein richtig gutes Gefühl auf: Wir tun was für die Umwelt! Aber auch wenn es bewölkt ist tut sich mehr, als anfänglich erwartet. Auch dann wird noch einiges an Strom erzeugt.

Nach einem ganz und gar unglaublichen April 2007 war der Sommer im Hinblick auf Sonnenstunden nur mäßig und hat dann auch insgesamt gesehen ein schlechteres Jahr 2007 im Vergleich zu 2006 gebracht. 2008 war dann leider noch schlechter, oder ist das schon die Zell-Degenaration? Oder ist der Baum wieder gewachsen und schattet ab?Details siehe Ertragsseite...

Wie funktioniert das technisch?

Die Solarzellen sind auf dem Dach montiert. Sie produzieren Gleichstrom. Der Gleichstrom wird in einem Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt und über einen Zähler ins öffentliche Netz eingespeist. Da die Subvention über den Preis pro Kilowattstunde abgewickelt wird, den man vom Energieversorgungsunternehmen bekommt, speist man den gesamten erzeugten Strom ein. Den Strom, den man für sich selbst benötigt, kauft man zu einem geringeren Preis wieder zurück. Deshalb benötigt man einen separaten Einspeisezähler.

Technische Daten:
Solarmodule Sanyo HIP-190BE3
     Anzahl: 30 (Gesamtfläche ca. 30 m²)
     Peak-Leistung: 5,7 kW
     Ausrichtung: 190° (Süd, 10° West)
     Dachneigung: 17°
Wechselrichter Fronius IG 60
     nominale Ausgangsleistung: 4,6 kW
     maximale Ausgangsleistung: 5 kW
     maximaler Wirkungsgrad: 94,5 %

Wie immer: Bilder sagen mehr als Worte. Hier geht's zur Bilderseite.


Auf der Seite "Ertrag" sind die letzten Zahlen, wie viel Energie eingespeist wurde.


Partner:
Die Realisierung der Anlage setzt einen kompetenten Partner voraus. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der Firma Ökotherm in Wiesbaden gemacht.
Die Zählerschrankinstallation hat die Firma S+H Elektrotechnik in Worms durchgeführt.

Geld:
Die Anlage will bezahlt werden. Bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt es günstige Kredite.

Baugenehmigung:
Eine Baugenehmigung braucht man normalerweise nicht. Manchmal gibt es Auflagen wegen Denkmalschutz o.ä. Einfach bei der Stadtverwaltung nachfragen.

Energieversorgungsunternehmen (EVU):
Zunächst muss man beim EVU schriftlich anfragen, ob Einwände gegen die Errichtung einer PV-Anlage bestehen. Ist alles ok muss man einen Zähler beantragen.

Versicherung:
Die Gebäudeversicherung muss evtl. angepasst werden. Muss man bei der Versicherungsgesellschaft erfragen.

Steuer:
Das ist der aufwändigste Teil. Man muss beim Finanzamt die Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit anzeigen. Eine Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt ist nicht erforderlich. Man wird damit "Unternehmer" mit allen Vor- und Nachteilen. Der Vorteil ist, man kann zum einen die gesamte Umsatzsteuer der Anlage zurückbekommen und zum anderen die gesamte Anlage als Betriebsausgabe abschreiben. Der Nachteil ist, man muss wie jeder Unternehmer monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben. Bei uns wurde das dann später auf ein vierteljährliches Intervall verlängert und seit 2009 müssen wir gar keine Umsatzsteuervoranmeldung mehr machen (jipiihh!). Die Umsatzsteuererklärung ist natürlich weiterhin notwendig.

Weitere Infos:
Weitere Infos finden sich natürlich zu Hauf im Netz. Da sich von Stadt zu Stadt und von Land zu Land alles Mögliche unterscheiden kann, ist es sinnvoll sich beim örtlichen Umweltamt zu erkundigen. Eine wirklich gute und hilfreiche Information für Worms fanden wir hier.


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